Zu Fuß durch die Stadt Dresden

Samstag, 21. Mai 2022
Zu Fuß durch die Stadt Dresden

Bovor es in den Urlaub geht bin ich gestern mal wieder nicht ganz freiwillig zu Fuß durch Dresden gewandert - am Mittag auf dem Elberadweg Richtung Plauen und am Abend im Gewitter zurück nach Hause. Die Stimmung war einfach fantastisch. Die Natur blüht richtig auf wenn der Regen fällt.

Für rund 60 Millionen Euro wird der Beyer-Bau auf dem Campus der TU Dresden denkmalgerecht generalsaniert. Das hat zur Folge, dass man die Kuppel des Observatoriums unten am Boden bewundern kann. Der historische Refraktor wurde bereits 2016 ausgebaut und nach Jena zur Sanierung geschickt. Ein interessantes und gewaltiges Bauprojekt.

Gelaufen bin ich 21 Kilometer.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Dresden nach Ortrand

Montag, 16. Mai 2022
Von Dresden nach Ortrand

Eigentlich ist das eine Farhrradtour für das Rennrad, welche ich vor ein paar Jahren mit dem ADFC Dresden gemacht habe. Seitdem bin ich sie immer wieder mal geradelt. Wirklich eine schöne Tour, die ich sehr empfehlen kann. Ottendorf-Okrilla ist aber die Fahrradhölle. So viele LKW im Stau habe ich selten erlebt. Gott sei Dank ist dieser Teil nicht lang. Ich habe heute aber nicht das Rennrad genommen, sondern das Bergfahrrad, weil ich auf der Rückfahrt durch die Dresdner Heide wollte.
In Ortrand habe ich mir die kleine Jacobi-Kirche angeschaut. Ich hatte großes Glück, denn der Gärtner hat sie mir aufgeschlossen, so dass ich sie von Innen anschauen konnte. Die Kirche liegt nicht direkt am Jakobsweg, auch wenn ich diesen heute mehrfach gekreuzt habe.

Hier die Links von meiner ADFC-Tour 2017 und 2018:

Frühlingserwachen fürs Rennrad
Fahrradtour nach Ortrand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 101, 14 Kilometer
Gesamter Anstieg: 652 Meter
Download: GPX - Datei - Fahrradtour nach Ortrand



Und wieder mal nach Cottbus - Teil 2

Samstag, 14. Mai 2022
Und wieder mal nach Cottbus - Teil 2

Ich habe hier noch ein paar sehr alte und interessante Fotos von Cottbus aus den 80ziger Jahren gefunden.

Ab 1974 entstand die Großwohnsiedlung Sachsendorf-Madlow. Mit 12.000 Wohnungen war sie die größte in Plattenbauweise errichtete Wohnsiedlung des heutigen Landes Brandenburg. Mittlerweile sind vor allem in den äußeren Randgebieten Sachsendorfs zahlreiche Wohnhäuser (ca. 5.000 Wohnungen) abgerissen worden, sodass seitdem große Flächen brach liegen und von der Natur zurückerobert werden. Die Fotos zeigen die Albert-Schweitzer-Straße während der Bauarbeiten.







"Am Anger" stand damals einsam ein altes Wohnhaus. Dieses wurde nach der Wende abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Der Spielplatz und die große Wohnscheibe sind erhalten geblieben.



Das neue Wohnhaus "Am Anger".







Die Stadthalle Cottbus gibt es auch heute noch.



Das ehemalige "Hotel Lausitz" wurde nach der Wende abgerissen und durch ein Neubau ersetzt.



Die neue Spremberger Straße wurde nach der Wende komplett abgerissen. Damals gab es hier einen Schallplattenladen, die Teestube, ein Kristallglasladen, Modegeschäfte und die berühmte Sternbar. Sie entstand 1969 nach Entwürfen von Jörg Streitparth, Gerd Wessel und Günter Pöschel. In der Bar wurde sogar mal ein DEFA-Spielfilm gedreht: "Die sieben Affären der Donna Juanita".









Die alte Sprembarger Straße.



Die Gaststätte "Stadttor". Hier fanden auch Tanzveranstaltungen statt.



In der Oberkirche stand vor 1984 diese Orgel, welche durch Vandalismus völlig zerstört wurde. Ab 1984 baute die Orgelbaufirme Eule eine neue Orgel ein. Der Prospekt stand ursprünglich in der Kirche Hainichen (Sachsen).







Und wieder mal nach Cottbus

Dienstag, 10. Mai 2022
Und wieder mal nach Cottbus

Erst einmal vielen Dank an an den lieben Komootler Sven, der mir die Anregung für diese Tour gab.
Ich bin die gleiche Strecke bereits schon zweimal gefahren (Teil 1 und Teil 2). Sie ist traumhaft schön und ich kann sie nur empfehlen. Für das Rennrad ist sie aber nicht geeignet, Schotterrad und Bergfahrrad eignen sich aber hervorragend. Ich habe mich für letzteres entschieden.

Cottbus war vor langer langer Zeit meine Wahlheimat. Heute wollte ich mal ein paar ganz bestimmte Stellen aufsuchen, z.B. meine ehemaligen Wohnungen, die erste Arbeitsstelle und vieles mehr. Die Stadt machte auf mich einen sehr positiven Eindruck. Vieles hat sich verändert, manches ist neu entstanden, altes gibt es nicht mehr. Ich habe mal ein paar Fotos von 1982? eingescannt und stelle sie an den jeweiligen Stellen gegenüber. Verschwunden ist z.B. das alte Hotel Lausitz, die Sternbar und die ganze alte DDR-Sprem. Erichs Bierstuben heißen heute "Brau & Bistro", auch das Tanzlokal Stadt Dresden gibt es nicht mehr. Dafür hat sich die Innenstadt richtig schickimicki gemausert. Die Oberkirche ist ein regelrechtes Schmuckstück. Auf den Fotos darf natürlich das Haus meiner ersten Arbeitsstelle nicht fehlen. Ich sage nicht, um welches Haus es sich handelt, aber es ist das berühmteste der Stadt Cottbus!
Zum Schluss: ich hatte in der Königsbrücker Heide ein ganz tolles Erlebnis. Als ich um eine enge Kurve fuhr, stand mir plötzlich in höchsten 10 Meter Entfernung ein Wolf gegenüber. Leider sind Wölfe sehr scheue Tiere, so dass ich ihn nicht fotografieren konnte. Das war für mich ein richtig schöner Augenblick!
Der Tagebau Welzow war 2018 noch eine Baggergrube, jetzt wurde sie bereits verschüttet. Wenn es weiterhin nicht mehr regnet, könnte unsere Natur in ein paar Jahren durchaus auch so aussehen. Hoffentlich nicht.

Ich bin nicht der Freund von ewig langen Fotostrecken. Aber heute ging es ausnahmsweise mal nicht anders.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 138 Kilometer
Gesamter Anstieg: 528 Meter
Download: GPX-Datei - Dresden - Cottbus



Wanderung über die Rauensteine

Samstag, 7. Mai 2022
Wanderung über die Rauensteine

Kleine Wanderung über die Rauensteine, wobei der Hund teilweise getragen werden musste. Die Sicht war etwas diesig, aber in 36 Kilometer Entfernung konnten wir den Jedlova und den Kaltenberg sehen. Die Berge unterhalb des Jedlova müssten die Lorenzsteine und der Raumberg sein (Bild 9). Die Lausche ist leider nicht zu sehen, denn sie wird vom Jedlova verdeckt. Ich finde diese Fernsichten immer wieder grandios. Man muss also nicht unbedingt nach Amerika fahren (fliegen).



























Länge der Tour: 5 Kilometer
Gesamter Anstieg: 182 Meter
Download: GPX-Datei - Wanderung Rauensteine

Fahrradtour von Riesa nach Pirna

Dienstag, 3. Mai 2022
Fahrradtour von Riesa nach Pirna

Da die Teilnehmerzahl beim diesjährigen Spreewaldmarathon begrenzt ist, kann man den Spreewaldmarathon virtuell - "ganzjährig" zu Hause fahren. Ich habe mich für 150 Kilometer entschieden und bin gestern nach Riesa und Pirna geradelt. Für 150 Kilometer erhalte ich die "SILBERNE GURKE"!!

Nach etwa 60 Kilometer war ich schon in Riesa. Auf Bild 17 sieht man an der Hauswand ein Notenbild. Es handelt sich um das Müllerlied von Lucjan Dolega Kamienski. Über den Komponisten habe ich leider nichts herausfinden können. Gelebt hat er von 1885 bis 1964. Wer wissen möchte wie das Lied klingt, der kann sich hier eine Mp3-Datei anhören. Ich habe das Lied selber auf dem Klavier gespielt. Leider enthält der Notentext Fehler, die ich versucht habe zu korrigieren. Ich hoffe, der Link funktioniert.

Müllerlied

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 156 Kilometer
Gesamter Anstieg: 410 Meter
Download: GPX-Datei Fahrradtour Riesa - Pirna

Wanderung um Lockwitz

Dienstag, 26. April 2022
Wanderung um Lockwitz

Eine herrliche Wanderung um Lockwitz. Es geht durch das Tal hinauf nach Burgstädtel , dann hinab zur Hummelmühle und auf der anderen Talseite wieder hinauf nach Sobrigau. Kurz vor Sobrigau hatten wir einen wunderbaren Blick hinüber zur Sächsischen Schweiz. Rechts vom Königstein konnten wir sogar den Kaltenberg sehen und links zwischen Winterberg und Königstein den Jedlova und die Lausche. Das nenne ich mal eine Aussicht! Die Runde war eigentlich ganz anders geplant. Wir wollten nach Peter Rölke in den Tharandter Wald, dann hatten wir Baustelle mit Umleitung, und weil wir gerade in Lockwitz waren, sind wir hier wandern gegangen. Und manchmal ist das Spontane am schönsten.

Am Wetterfrosch in Lockwitz zeigte das Barometer 1050 hPa an. Das ist ein sehr hoher Luftdruck!

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 9, 66 Kilometer
Gesamter Anstieg: 237 Meter
Download: GPX - Datei - Wanderung um Lockwitz



Der Archeo-Pfad Dresden

Montag, 25. April 2022
Der Archeo-Pfad Dresden

Der Archeo-Pfad Dresden ist mir schon mehrfach auf meinen Wanderungen begegnet. Heute wollte ich ihn endlich einmal laufen.

Am 15. Mai 2014 (Planung 2013) hat der Dresdner Stadtrat beschlossen, einen Geschichtswanderweg im Dresdner Süden zu errichten. Im Juni 2018 beantragten zwei Herren im Prohliser Stadtbezirksbeirat die Bereitstellung von 30 000 Euro für die Gestaltung dieses Weges, und dessen Mitglieder stimmten zu. Der Weg hieß erst "VIA NEOLITHICA DRESDENSIS", wurde dann aber in Archeo-Pfad umbenannt. Die offizielle Eröffnung erfolgte am 16. Mai 2020. Von der Planung bis zur Fertigstellung sind das läppige 7 Jahre. Der Bau der Göltzschtalbrücke hat nur 5 Jahre gedauert!

Der Weg ist interessant und wirklich schön. Natürlich sieht man von den ganzen archäologischen Ausgrabungen nichts mehr. An den Stellen der Fundorte stehen aber Tafel. Ich habe mal alle fotografiert. Wer sich für die Geschichte interessiert, kann hier gerne nachlesen. Mal ein kurzer Auszug aus dem Werbeprospekt:

Bei Studium der Informationsstelen erfahren Sie unter Anderem, an welchen Orten in Dresden die Stoßzähne paläolithischer Mammuts gefunden wurden, dass zu jener Zeit vor 50 000 Jahren Neandertaler hier durch das Elbtal zogen, dass bereits vor 7000 Jahren die Beisetzung Verstorbener in Holzsärgen durchaus möglich gewesen war und nachgewiesen werden konnte. Eine der Stelen steht unter dem Motto "Metropole der Steinzeit? Die Kreisgrabanlagen von Nickern". Bei deren Lektüre wird Ihnen bewusst: Sie befinden sich gerade mitten im Zentrum der vierfachen Kreisgrabanlage von Dresden-Nickern, errichtet vor fast 7000 Jahren. In ganz Europa gibt es nur drei weitere derart gewaltige Anlagen.

Die Wanderung beginnt am Schulcampus Tolkewitz, was natürlich nicht zum Archeo-Pfad gehört. Aber warum soll ich fahren wenn ich laufen kann!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour nur Archeo-Pfad: etwa 10 Kilometer
Gesamtlänge von Tolkewitz: 20. 40 Kilometer
Gesamter Anstieg: 153 Meter
Download: GPX-Datei - Archeo-Pfad Dresden



Fahrradtour nach Děčín

Freitag, 22. April 2022
Fahrradtour nach Děčín

Auch in diesem Jahr soll es wieder zur Tschechischen Grenze gehen. Ich bin allerdings noch ein kleine Stück weiter gefahren bis nach Děčín. Karte und GPX-Datei fehlen, weil diese für den Elberadweg nicht nötig sind.

Děčín (deutsch Tetschen, 1942–1945 Tetschen-Bodenbach, 1945 Děčín-Podmokly) ist eine Stadt im Ústecký kraj an der Elbe im Norden Tschechiens, nahe der Grenze zu Sachsen. Děčín besitzt den wichtigsten Eisenbahngrenzübergang zwischen Deutschland und Tschechien, der Teil der transeuropäischen Verkehrsachse Nord-/Ostsee – Dresden – Prag ist. Dieser Grenzübergang war früher unter dem Namen Bodenbach bekannt. Bodenbach (Podmokly) ist heute der größte linkselbische Stadtteil von Děčín.
Wikipedia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 122 Kilometer - von Tolkewitz 50 Kilometer bis zur Grenze, dann noch 12 Kilometer bis nach Děčín.

Die Via Regia - Teil 5

Mittwoch, 20. April 2022
Von Wurzen nach Leipzig

Gestern bin auf der Via Regia die Etappe von Wurzen nach Leipzig gelaufen, also da angefangen, wo ich das letzte Mal aufgehört hatte. Gleich zu Beginn eine positive Überraschung: Wurzen ist eine wunderschöne kleine Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten wie z.B. das alte Rathaus; der Dom St. Marien, Erstweihe 1114, romanischer bis spätgotischer Bau 1508; die Stadtkirche St. Wenceslai (16./17. Jahrhundert); das Schloss Wurzen, 1497, spätgotisch, bis 1581 zeitweise Residenz der Bischöfe von Meißen und dann natürlich die Mühlenwerke Wurzen mit den beiden großen turmartigen Gebäuden.

Überhaupt war die Wanderung sehr schön. Ich bin fast ausschließlich nur auf Wanderwegen und kleinen sehr ruhigen Straßen gelaufen. Eine kleine Ausnahme in Machern, aber das war schnell vorbei. Schloss und Kirche in Machern habe ich mir leider aus Zeit - und Weggründen nicht anschauen können. Auf den Weg durch Leipzig hatte ich mich eigentlich sehr gefreut, aber er war einfach nur schrecklich. Macht nichts, da müssen wir durch. Ich habe an das "Säggsische Grundgesetz - § 9 gedacht: Irschndwie durchwurschdln".

Wer sich für den Jakobsweg interessiert: Klaus Herbers hat ein wunderschönes Buch über die Entstehung und Geschichte dieses Weges geschrieben, welches ich absolut empfehlen kann. Der Heilige Jakobus der Ältere (er zählt zu den zwölf Aposteln Jesu Christi) ist eine Gestalt des Neuen Testaments und kommt ausschließlich nur dort vor. Ob es ihn in Wirklichkeit gegeben hat, ist nicht bewiesen, sicherlich nicht. Wahrscheinlich hat er auch nie in Spanien missioniert, und demnach wird es auch kein Grab in Santiago de Compostela geben - und trotzdem ist der Jakobsweg einer der berühmtesten Pilgerwege der Welt geworden. Verrückte Geschichte. Wäre ich jünger, ich würde den Jakobsweg bis zu Ende laufen. Leipzig war heute aber auch ein sehr schönes Ziel. Als die Stadt das erste Mal am Horizont auftauchte, war das ein unglaublich erhabenes Gefühl für mich. Wie muss das erst sein, wenn man nach 3000 Kilometern in Santiago ankommt? Ich kann es mir nicht vorstellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 33, 01 Kimometer
Gesamter Anstieg: 232, 3 Meter
Download: GPX-Datei Via Regia von Wurzen nach Leipzig







Die Via Regia - Teil 4

Donnerstag, 14. April 2022
Von Strehla nach Wurzen

Leipzig rückt immer näher und die nächste Tour wird sicherlich etwas kürzer werden. Heute geht es vom Markt in Strehla erst einmal nach Wurzen. Eigentlich wollte ich von Postmeilensäule zu Postmeilensäule wandern. Leider hatte ich am Schluss wenig Zeit für die Stadt, weil ich den Zug bekommen wollte. Daher fällt die Stadtbesichtigung aus, aber ich komme ja bald wieder.

Ein paar Kilometer hinter Strehla bin ich über den Liebschützberg gelaufen. Auf dem Berg steht eine Windmühle und eine Triangulationssäule. Von oben hat man eine fantastische Sicht. Links sieht man die Kirche von Oschatz, auf der rechten Seite reicht die Sicht bis Mühlberg an der Elbe. Jedenfalls glaube ich, dass das Mühlberg ist. Sicher bin ich mir nicht. Mein ständiger Begleiter auf der Tour war der Collmberg, den ich komplett umlaufen habe. Bis Dahlen ist die Wanderung sehr abwechslungsreich. Man hat immer wieder sehr schöne Fernblicke in die weite offene Landschaft. Hinter Dahlen wird es ein wenig eintönig. Die Dörfer machen einen teilweise sehr verlassenen Eindruck. Ich hatte das Gefühl, als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Selbst die Straßen heißen noch Karl-Marx, Ernst-Thälmann oder Clara Zetkin-Straße.

Für Wurzen hatte ich leider wenig Zeit. Ich wollte unbedingt noch den Zug nach Dresden bekommen. Deshalb musste ich am Schluss noch mal richtig Fuß geben. Und ja, ich habe den Zug bekommen. Wurzen ist ein sehr guter Startpunkt für die nächste Etappe nach Leipzig. Nur noch 30 Kilometer bis in die Messestadt!

Postmeilensäule und Schloss in Strehla.

 

 

 

 

Stadtkirche und Wasserturm in Strehla.

 

 

Blick auf den Collmberg.

 

 

Auf dem Liebschützberg.

 

Schloss und Kirche in Lampertswalde.

 

 

 

Saharastaub und in Winterseite.

 

 

 

Kirche, Rathaus und Schloss in Dahlen.

 

 

 

Kirche, Schloss und Windmühle in Börln.

 

 

 

Steinbruch bei Lossa.

 

Kirche und Schloss in Dornreichenbach.

 

 

 

Kirche in Körlitz.

 

Das Ziel ist erreicht.

 

 

Länge der Tour: 39, 94 Kimometer
Gesamter Anstieg: 250 Meter
Download: GPX-Datei Via Regia von Strehla nach Wurzen



Durch den Plauenschen Grund

Montag, 11. April 2022
Von der Bienertmühle zum Hohen Stein

Die Wanderung habe ich wieder bei Peter Rölke im "Wander - & Naturführer Dresden und Umgebung" gefunden. Hier ist alles sehr gut und anschaulich beschrieben. Ich fasse mich deshalb kurz und empfehle, das Buch zu lesen.

Sehenswürdigkeiten gibt es sehr viele zu entdecken. Auf dem F.-C.-Weiskopf Platz steht der Müllerbrunnen. Der von der Familie Bienert gestiftete Brunnen erinnert an den Lyriker Wilhelm Müller, welcher das Lied "Das Wandern ist des Müllers Lust" geschrieben hat. Wenige Schritte links am Rathaus Plauen steht in einer kleinen Grünanlage an der Nöthnitzer Straße ein Bienrt-Denkmal. Auf dem Plauenschen Friedhof befindet sich das stattliche Familiengrab der Familie Bienert. Das Hauptgrab ziert ein Porträtrelief von Gottlieb Traugott Bienert, das der Bildhauer Robert Henze geschaffen hat. Schaut man vom Bienertpark auf die gegenüber liegende Felswand, dann entdeckt man den Ratssteinbruch, der von 1872 bis 1960 betrieben wurde. Interessant die Ablagerungen von Sedimentgestein auf dem Untergrund des magmatischen Monzonitgesteins. Das Monzonitgestein ist während der variszischen Gebirgsbildung entstanden, die Ablagerungen des Kreidemeeres vor etwa 95 Millionen Jahren. Auf dem "Hohen Stein" steht ein schöner Aussichtsturm, der leider am Montag geschlossen war. Errichten ließ ihn im Jahr 1864 der Schmiedemeister Friedrich August Frohberg. Nicht weit vom Turm entfernt steht auf einer Wiese das Denkmal für Eva Schulze-Knabe und Fritz Schulze, die hier ihr Atelier hatten. Fritz Schulze wurde 1942 von den Nazis in Berlin hingerichtet, Eva Schulze-Knabe zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt und 1945 von der Sowjetarmee befreit. Nach Altcoschütz führt der sogenannte Coselweg. Der Weg wie auch der Grund tragen den Namen von Graf Friedrich August Cosel, dem dritten Kind der Gräfin Cosel. Nach Altcoschütz ist es nicht mehr weit bis zur Heideschanze. Auf dieser Schanze lebten vor etwa 3500 Jahren Menschen, die genau hier eine befestigte Ansiedlung hatten. Der weitere Weg zum Talwächter ist nicht ganz leicht zu laufen. Ist man am Ziel angekommen, dann hat man einen schrecklichen Blick auf die Autobahn mit ihren Tunneln. Schön ist aber der Blick hinüber zum Windberg, zum Turm der Bienertmühle und zum Collmberg oder zu dem, was vom Collmberg noch übrig ist. Auf dem Rückweg kommt man noch an einem interessanten geologischen Aufschluss vorbei. Hier kann man nach Überresten aus der Kreidezeit suchen, picken ist aber verboten! Unten im Plauenschen Grund bin ich über die Hegereiterbrücke gelaufen. Von 1779 bis 1782 erbaut, ist sie die älteste Steinbogenbrücke Dresdens.

Die Wanderung ist absolut zu empfehlen, läuft sich aber nicht ganz einfach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 7, 51 Kilometer
Gesamter Anstieg: 224 Meter
Download: GPX-Datei - Wanderung durch den Plauenschen Grund



Die Via Regia - Teil 3

Montag, 4. April 2022
Von Lampertswalde nach Strehla

Die mittelalterliche Handelsstraße "Via Regia" durchzog als eine gewachsene Straße einst den mitteldeutschen Raum, sie schuf und prägte ihn. Auf ihr gingen Könige, Krieger und Händler, auch Pilger folgten ihr. Sie durchreisten das Abendland mit dem Wissen um Heilige Ziele und dem Glauben an den begleitenden Gott. Ihre Spuren sind noch auffindbar, auch wenn ihr ursprünglicher Weg zumeist überbaut oder überackert wurde. Erstmals wird die Via Regia 1252 als "strata regia" - königliche, also unter königlichem Recht stehende Straße - erwähnt. Ihre Anfänge reichen bis in das frühe Hochmittelalter zurück. Seit dem 14. Jahrhundert stand sie unter landesfürstlicher Aufsicht und war durch Straßenzwang privilegiert. Als wichtige europäische Fernstraße verband die Via Regia die Messeplätze Frankfurt und Leipzig und stellte den Kontakt zu den Straßen Polens her. Zeugnisse von Pilgerfahrten nach Santiago de Compostela sind aus Großenhain, Leipzig, Erfurt, Gotha, Vacha, Fulda, Frankfurt und Mainz bekannt.

Wie immer auf diesen langen Wegen: es gibt schöne und weniger schöne Abschnitte. Nicht schön ist der Teil zwischen Glaubitz und Zeithain. Besonders gefallen hat mir der Weg nach Großenhain. Immer entlang des Röderkanals habe ich mich der Stadt sehr langsam genähert. Die Strecke ist unendlich lang und die Stadt kommt und kommt nicht näher. Zur Belohnung läuteten bei meiner Ankunft an der Marienkirche die Glocken und ich konnte einen Gottesdienst erleben und die Orgel hören. Mit Gottes Segen bin ich weiter gewandert bis nach Strehla. Imposant sehen die Fabriken der Kronospan GmbH. Lampertswalde und der Wacker Chemie AG in Nünchritz aus. Nicht schön aber beeindruckend! Ebenfalls interessant die Justizvollzugsanstalt in Zeithain. Den Keulenberg habe ich sogar noch in Roda sehen können (gegenüber von Riesa). Hier habe ich einen Eindruck bekommen, wie lang dieser Weg ist, denn aus Richtung Keulenberg komme ich ja her. Gegenüber von Roda ist der Collmberg bereits sehr nahe. Ich freue mich auf den weiteren Weg nach Leipzig, er wird mich am Collmberg ziemlich nahe vorbeiführen. Die Fähre in Lorenzkirch - Strehla schwimmt momentan bis 19 Uhr über die Elbe. Man muss die Glocke an der Anlegestelle laut betätigen. dann hört der Fährmann das Signal und kommt angedüst. Ein großes Lob an den ÖPNV! Das hat perfekt geklappt!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 41, 64 Kimometer
Gesamter Anstieg: 225 Meter
Download: GPX-Datei Via Regia von Lampertswalde nach Strehla



vsf Fahrradmanufaktur - R 500

Donnerstag, 31. März 2022
vsf Fahrradmanufaktur - R 500

Im April 2016 hatte ich mir das vsf R 500 gekauft, welches bis heute zu keiner einzigen Reparatur oder Durchsicht war. Es lief einfach perfekt, also hatte ich keinen Grund, das Fahrrad in die Werkstatt zu schaffen. Nach genau 6 Jahren nun der erste Termin in der Werkstatt von GS-Velo Dresden. Ich bin gespannt, was alles erneuert werden muss. Gewechselt wurden nur die Kette und die Bremsbeläge, der Rest war in Ordnung. Die Fahrräder der Fahrradmanufaktur sind wirklich unkaputtbar und extrem stabil. Ein schönes Fahrrad. Außer mein eigenes Rad habe ich diesen Typ noch nie auf der Straße gesehen. Das vsf R-500 ist ein klassisches Rennrad mit gemufftem Stahlrahmen aus Columbus Cromor Rohrsatz und ebenso gemuffter Stahlgabel. Das Rennrad kommt mit einer Shimano Ultegra 2×11 Gruppe mit Felgenbremsen, Mavic Aksium Elite Laufrädern, Brooks Cambium Sattel und Ritchey Komponenten. Preis: 1.900 Euro damals!! Mein T500 habe ich mir vor 9 Jahren für den Preis von 999 Euro gekauft, es kostet jetzt 400 Euro mehr. Wer weiß, was das r500 kosten würde, gäbe es dieses noch zu kaufen. Leider wird es von vsf nicht mehr hergestellt.



So sah das Rad neu aus.



Die Via Regia - Teil 2

Montag, 28. März 2022
Von Kamenz nach Lampertswalde

Via Regia - die Königliche Straße, eine Straße unter Königlichen Geleitschutz. Ich brauchte also keine Überfälle zu befürchten.
Start der zweiten Etappe auf dem Jakobsweg ist die kleine aber schöne Stadt Kamenz. Zum warmwerden geht es erst einmal über den Hutberg. Vom westlichen Hang hat man einen schönen Blick auf den Walberg und links daneben den Wüsteberg. In nördliche Richtung sieht man wahrscheinlich Senftenberg und das Kraftwerk in Jänschwalde. Hier bin ich mir aber nicht sicher. Mal eine Frage an die Einheimischen. Ich war 2019 auf dem Walberg. Auf dem Gipfel befindet sich ein Schild "Walberg 356 Meter", die Bezeichnung auf meiner Karte lautet jedoch Wahlberg. Was ist denn nun richtig? Wal oder Wahl? das ist doch ein gewaltiger Unterschied?
Bis Königsbrück geht es fast ausschließlich nur durch den Wald. Eine wunderschöne Strecke. In Königsbrück konnte ich die Kirche von innen besichtigen. Besonders interessant der Epitaph des Maximilian von Schellendorf.
Nach Königsbrück habe ich die Laußnitzer Heide durchquert und bin schließlich in Tauscha angekommen. Tauscha ist ein hübscher kleiner Ort mit Kirche und einer Pilgerstraße. Nach Tauscha wird es leider etwas langweilig. Der Höhepunkt ist aber dann das Schönfelder Traumschloss.
Was sich immer im Blickfeld befindet ist die Kronospan GmbH Lampertswalde. Meine Güte, so eine gewaltige Räuscherbude. Aber irgendwie sieht das interessant aus.
In Mühlbach habe ich den Jakobsweg verlassen und bin zum Bahnhof in Lampertswalde gepilgert.

Bahnhof Kamenz und Klosterkirche St. Annen.

 

Die Kirche St. Just (auch St. Jodokus) und Weg zum Hutberg.

 

Lessingturm auf dem Hutberg und Blick zum Walberg.

 

Blick vom Hutberg in Richtung Westen und zum Kraftwerk Jänschwalde.

 

Auf dem Weg nach Schwosdorf.

 

Postmeilensäule in Schwosdorf.

 

In Schwosdorf und Bushaltestelle am Breitenberg.

 

Am Jakobsweg in Reichenau.

 

 

Postmeilensäule in Königsbrück.

 

 

Hospitalkirche in Königsbrück.

 

Markt und Evangelische Hauptkirche in Königsbrück.

 

Evangelische Hauptkirche in Königsbrück.

 

Postmeilensäule in Königsbrück.

 

Laußnitzer Heide und der kleine Ort Tauscha.

 

Herrenhaus Tauscha in Thiendorf-Tauscha und die kleine Kirche in Tauscha.

 

Blick zurück auf den Keulenberg und Richtung Westen auf die Kronospan GmbH.

 

Auf dem Weg nach Schönfeld.

 

Das Traumschloss Schönfeld.

 

 

 

Kirche und Postmeilensäule in Schönfeld.

 

Postmeilensäule in Schönfeld und der Weg nach Mühlbach.

 

Der kleine Ort Mühlbach und die Kronospan GmbH. in Lampertswalde.

 

Länge der Tour: 38, 34 Kilometer.
Gesamter Anstieg: 300 Meter.
Download: GPX-Datei - Via Regia Kamenz - Lampertswalde